Klassenerhalt! Zebras deklassieren Regensburg

Duisburg, 30. April 2018

Duisburg, 30.April 2018

Der MSV Duisburg hat das Saisonziel Klassenerhalt bereits am drittletzten Spieltag erreicht. Im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg zeigten die Zebras über die gesamten 90 Minuten eine überzeugende Leistung. In der zweiten Hälfte wurden die vielen Chancen dann auch sehenswert genutzt. Letztlich endete die Partie hochverdient mit 4:1 (0:0) für die Meidericher. Nun geht es darum, die bestmögliche Platzierung zu erreichen.

Es ist endlich vollbracht. Nach der Serie mit sechs Spielen ohne Sieg musste man sich ernsthafte Sorgen um die Mannschaft von Trainer Ilia Gruev machen. Nach dem Auswärtssieg in Aue gelang nun auch endlich zu Hause der nächste Erfolg. Dabei musste Gruev auf den zuletzt wackeligen Torhüter Mark Flekken verzichten. Daniel Davari kam so zu seinem ersten Saisoneinsatz. Und nach sieben Minuten war es richtig eng für den MSV. Rechtsverteidiger Andreas Wiegel grätscht im letzten Moment gegen Adamyan, und hat Glück, dass Schiedsrichter Reichel nicht auf Elfmeter entscheidet.

Danach war der MSV die bessere Mannschaft. Kapitän Kevin Wolze zielte knapp daneben (15.), Cauly Souza scheitert zweimal an Weis (19./34.), Dustin Bomheuer köpft nach einer tollen Einzelleistung von Souza knapp daneben (26.). Nach insgesamt 11:1 Torschüssen geht es letztlich torlos in die Halbzeitpause.

Und die zweite Hälfte hatte dann einiges zu bieten. Es dauerte nur sieben Minuten bis zur verdienten Führung. Nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte von Wolze auf Tashchy hob dieser den Ball in den Fünfmeterraum, wo Innenverteidiger Gerrit Nauber einnicken konnte (52.). Der erste Saisontreffer des starken Neuzugangs. Doch das beste Rückrundenteam der Liga konterte unnachahmlich. George traf mit einem satten Schuss unhaltbar zum Ausgleich (58.).

Die Meidericher ließen sich jedoch nicht beirren, und hatten auch ein bisschen Glück bei der erneuten Führung. Einen weiten Befreiungsschlag von Wolze überforderte Gästekeeper Weis, der am Strafraum stehend auf das Leder wartete. Iljutcenko war schneller, spitzelte den Ball vorbei, und traf ins leere Tor zur erneuten Führung (60.). Der MSV war nun einfach galliger auf den Sieg. Schnellhardt zielte noch knapp vorbei (72.), drei Minuten später machte es Moritz Stoppelkamp besser. Einen langen Ball von Schnellhardt nahm der Flügelspieler auf, und nagelte das Leder unhaltbar in die Maschen (75.).

Erleichterung pur bei den Zebras. Drei Minuten vor dem Ende besorgten zwei Joker den Endstand. Onuegbu legt uneigennützig ab auf Engin, der ins leere Tor zum 4:1 vollenden kann.

Der MSV Duisburg hält damit sicher die Klasse, und darf endlich wieder von einer gesunden Zukunft träumen. Auch in der schweren Zeit der vergangenen Wochen behielten die Offiziellen die Nerven, und kamen so letztlich zum hochverdienten Klassenerhalt. Jetzt geht es mit aller Macht darum, die bestmögliche Platzierung aus dieser Saison heraus zu holen. Je besser die Platzierung, desto höher die Einnahmen am Saisonende. Bravo Zebras.

MSV Duisburg : SSV Jahn Regensburg 4:1 (0:0)
MSV Duisburg: Davari, Bomheuer, Nauber, Wiegel, Wolze, Souza (83. Engin), Fröde, Schnellhardt, Stoppelkamp (89. Gartner), Tashchy, Iljutcenko (84. Onuegbu)
SSV Jahn Regensburg: Weis, Nandzik, Gimber, Saller, Palionis, George, Nietfeld (61. Vrenezi), Geipl, Lais (76.Stolze), Adamyan, Grüttner
Tore: 1:0 Nauber (52.), 1:1 George (58.), 2:1 Iljutcenko (60.), 3:1 Stoppelkamp (75.), 4:1 Engin (87.)
Gelbe Karten: Nauber, Schnellhardt, Wolze, Tashchy, George, Stolze
Schiedsrichter: Tobias Reichel
Zuschauer: 15.149

Zebras wollen letzte Chance nutzen

Duisburg, 19. Mai 2016

Duisburg, 20. Mai 2016

Der MSV Duisburg hat am Freitag (Anstoß 19.10 Uhr) die Chance einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu erzielen. Im Relegationsauswärtsspiel bei den Würzburger Kickers gilt es für den MSV Duisburg mit einem guten Ergebnis eine ordentliche Ausgangsposition für das abschließende Spiel am Dienstag zu erzielen. Unterschätzen darf der MSV das Team von Bernd Hollerbach auf gar keinen Fall.

Die Würzburger sind eine extrem unangenehme Mannschaft. Der Aufsteiger spielte eine überragende Runde in der dritten Liga, und steht nicht zu Unrecht auf dem dritten Tabellenplatz. In 38 Saisonspielen kassierten die Kickers geradezu lächerliche 25 Gegentreffer. Zu Hause gingen zwar nur drei Partien verloren, die Bilanz ist aber eher durchschnittlich. Dafür stellt Würzburg das beste Auswärtsteam der dritten Liga. Ein gutes Hinspielergebnis ist also fast schon Pflicht für die Meidericher.

Auch die Tendenz bei den Franken ist beeindruckend. In der Rückrunde gab es lediglich zwei Niederlagen. Aus den letzten zwölf Partien holte Würzburg beeindruckende 30 Punkte. Große Namen fehlen zwar im Kader, doch gerade diese Tatsache macht die Kickers gefährlich. Mit Robert Wulnikowski (38) steht ein erfahrener Mann im Tor. Amir Shapourzadeh und Elias Soriano sind mit jeweils acht Treffern die gefährlichsten Angreifer.

Bei den Zebras ist das Selbstvertrauen natürlich riesig. Im Tor muss Gruev erneut auf Michael Ratajczak verzichten. Marcel Lenz darf sich erneut beweisen. Während Victor Obinna ebenfalls ausfallen wird, stehen hinter den Einsätzen von Kingsley Onuegbu und Siegtorschütze Giorgi Chanturia immer noch dicke Fragezeichen.

Wie auch immer. Es gilt für den MSV Duisburg nach dem sensationellen Endspurt die Aufholjagd zu veredeln. Würzburg ist ein dicker Brocken, es gilt sich jetzt aber final duchzubeißen. Es wird auf jeden Fall ein Duell auf Augenhöhe, welches sich vor einigen Wochen so garantiert nicht abzeichnete. Beide Teams haben sich die Relegation verdient, nur ein Team wird aber letztlich jubeln dürfen.

Es gilt also wie immer die Daumen zu drücken für unsere Zebras. Vielleicht ist der Fußballgott wirklich auf unserer Seite, und führt uns zum letztlich verdienten Klassenerhalt. Auf geht?s Zebras.   

Showdown in Sandhausen

Duisburg, 07. Mai 2016

Duisburg, 07.Mai 2016

 

Der MSV Duisburg steht auch vor dem letzten Auswärtsspiel beim SV Sandhausen (Sonntag, 15:30 Uhr) unter Druck. Nur ein weiteres Erfolgserlebnis hilft den Zebras so richtig weiter, würde aber auch die Türen zum direkten Klassenerhalt weit aufstoßen. Sandhausen ist der absolute Lieblingsgegner der Meidericher, alle drei Aufeinandertreffen konnten bis jetzt gewonnen werden.

Der MSV Duisburg war ja eigentlich schon längst abgestiegen, nun könnte mit dem zweiten Auswärtserfolg der Saison bereits der direkte Abstieg vermieden werden. Die Konkurrenz duelliert sich untereinander, der MSV muss aber schon auch selbst einen gehörigen Teil zum möglichen Wunder beitragen. Während Baris Özbek ganz sicher nicht dabei sein wird, kehrt Enis Hajri nach seiner Sperre zurück in den Kader.

 

Der Gegner aus Sandhausen wird von Ex-Zebra Alois Schwartz trainiert, und hatte trotz Punktabzug dank einer überragenden Vorrunde schon lange nichts mehr mit dem Abstieg zutun. Nachdem das Team auf dem fünften Tabellenplatz überwinterte, läuft es in der Rückrunde nun mehr als durchwachsen. Die schwarze Serie gegen den MSV will der SVS aber bestimmt trotzdem schnell beenden.

 

Beim MSV ist die Hoffnung allerdings sehr groß, das Wunder wirklich zu schaffen. Erfolge lassen das Selbstbewusstsein nun mal wachsen, zudem reisen wohl weit mehr als 5.000 Zebrafans zum Auswärtsspiel an, und werden für eine sensationelle Stimmung sorgen. Das Team von Ilia Gruev freut sich geradezu auf ein zusätzliches Heimspiel in Sandhausen.

 

Es gilt also wie immer die Daumen zu drücken für unsere Zebras. Der MSV Duisburg steht ganz dicht vor dem sensationellen Klassenerhalt, und will sich selbst für die tolle Arbeit der letzten Wochen belohnen. Auf geht?s Zebras!

Traumtore lassen Zebras hoffen

Duisburg, 13. März 2016

Duisburg, 13.März 2016

 

Der MSV Duisburg hat seine letzte Chance mit einem 2:1 (0:0)-Heimerfolg gegen Union Berlin genutzt, und darf weiter vom Klassenerhalt träumen. Nachdem die lange Zeit überlegen agierenden Gäste nach knapp einer Stunde in Führung gingen, schien sich das Thema Nichtabstieg endgültig erledigt zu haben. Die Zebras bewiesen jedoch Moral, und haben am kommenden Wochenende ein echtes Endspiel vor der Brust.

Der Beginn gehörte eindeutig den Gästen. Bereits nach drei Minuten musste Michael Ratajczak eingreifen, um einen Kopfball von Kreilach zu entschärfen. Nach zehn Minuten verzog Kreilach freistehend von der Strafraumgrenze. Und obwohl der MSV nicht wirklich in die Partie fand, wäre die Führung möglich gewesen. Nach einem schönen Freistoß von Giorgi Chanturia setzt Branimir Bajic zu einer gefährlichen Bogenlampe an, Busk kann den gefährlichen Kopfball aber gerade noch über die Latte lenken (14.).

 

Der MSV spielte nun mit, hatte aber auch Glück. Der Schlenzer von Trimmel landete aber glücklicherweise am Lattenkreuz (18.). Auch in der 25.Minute hatten die Meidericher Glück, als Ratajczak am Ball vorbeisegelte, und Kreilach freistehend über das Tor köpfte. Auf der Gegenseite erzielte Quiring nach Flanke von Bröker fast ein Eigentor (32.). Union hatte noch zwei weitere Gelegenheiten, letztlich ging es aber torlos in die Halbzeitpause.

 

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte verlief ausgeglichen. Nach knapp einer Stunde kam es dann aber zu einem fragwürdigen Strafstoß. Rolf Feltscher und Quiring halten sich gegenseitig, Schiedsrichter Heft entscheidet aber auf Elfmeter. Bobby Wood lässt sich nicht zweimal bitten, und verwandelt locker zur Gästeführung (61.). MSV-Trainer Ilia Gruev reagierte sofort, und brachte mit Victor Obinna und Flügelflitzer Nico Klotz zwei frische Kräfte. Und dies sollte sich auszahlen.

 

Nach Vorbereitung von Feltscher legt sich der bis dahin fast unsichtbare Iljutcenko den Ball selbst vor, und verwandelt sehenswert per Fallrückzieher zum Ausgleich (65.). Und es sollte noch besser werden. Erst schiebt Wood das Leder freistehend vorbei, auf der Gegenseite konnte der MSV sogar nachlegen. Nach einem schönen Doppelpass mit Obinna schlenzt Klotz den Ball unhaltbar in den Winkel (70.). Die MSV-Arena bebte.

 

In der Schlussphase versuchten die Eisernen noch einmal alles, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Der MSV kämpfte aber aufopferungsvoll, und rettete den Sieg knapp über die Zeit. Der dritte Saisonsieg lässt den MSV noch ein wenig weiter hoffen. In der kommenden Woche wartet in Paderborn ein echtes Endspiel auf die Zebras. Wenn dort tatsächlich der erste Auswärtserfolg gelingt, kann der MSV wirklich noch die Sensation schaffen.

 

 

MSV Duisburg : 1. FC Union Berlin 2:1 (0:0)
MSV Duisburg: Ratajczak, Feltscher, Bohl, Bajic, Wolze, Chanturia, Holland, Özbek, Bröker (62. Klotz), Iljutcenko (83. Albutat), Tomané (62. Obinna)
1. FC Union Berlin: Busk, Kessel, Puncec , Pogatetz, Trimmel, Parensen (68. Fürstner), Kreilach, Daube (79. Zejnullahu), Quiring, Wood, Brandy
Tore: 0:1 Wood (61., FE), 1:1 Iljutcenko (65.), 2:1 Klotz (70.)
Gelbe Karten: Wolze, Özbek, Feltscher, Chanturia, Quiring, Parensen, Trimmel
Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen)
Zuschauer: 12.702

Zebras galoppieren zum Sieg

Duisburg, 27. März 2014

Duisburg, 27.März 2014

Der MSV Duisburg hat sich mit einem schmeichelhaften 3:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den SV Elversberg aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Vor 9.106 Zuschauern reichte dabei eine sehr durchwachsene Leistung gegen den Aufsteiger. Trotz einer frühen Führung durch Tanju Öztürk bekamen die Zebras nie wirklich Sicherheit in ihr Spiel.

Dabei hatte es richtig gut begonnen. Nach der ersten Ecke von Pierre de Wit schraubte sich Tanju Öztürk in ungeahnte Höhen, und erzielte per Kopf die frühe Führung (2.). Nur drei Minuten später scheiterte Kingsley Onuegbu nach feinem Solo an SVE-Keeper Kronholm. Statt nachzulegen überließ der MSV den Gästen das Kommando, und lauerte anscheinend auf Konter.

Die Gäste nahmen die Spielkontrolle gerne an, und kamen zu ersten Gelegenheiten. Pinheiro scheiterte an Michael Ratajczak (10.), dann verzog er freistehend (23.). In dieser Phase war die Partie nur schwer verdaulich und unattraktiv. Da beide Teams dann ihre Offensivbemühungen komplett einstellten, ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Auch nach dem Wechsel wirkten die Meidericher noch verschlafen, und konnten nach 53 Minuten kräftig durchatmen. Gästestürmer Vaccaro nahm etwas zu genau Maß, und schlenzte den Ball aus 16 Metern sehr zum Ärger der 24 Gästefans an den Pfosten. Ratajczak wäre hier wohl nicht herangekommen.

MSV-Trainer Karsten Baumann reagierte, und brachte mit Patrick Zoundi für Gerrit Wegkamp einen frischen Offensivspieler. Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung rechtfertigte der Mann aus Burkina-Faso seine Hereinnahme. Nach einem langen Ball tanzte Zoundi gleich zwei Gegenspieler aus, und traf aus zwölf Metern zur Vorentscheidung (68.).

Es folgte der große Auftritt von Rechtsverteidiger Phil Ofosu-Ayeh. Mit einem tollen Sprint über den ganzen Platz schüttelte er alle Gegenspieler ab, legte quer auf Zoundi, und der Stürmer musste die Kugel nur noch über die Linie drücken (78.). Was für ein Solo!

Damit war der Widerstand der Saarländer endgültig gebrochen. Nach dem zweiten Sieg in Folge machen die Meidericher einen Sprung auf den sechsten Tabellenplatz, und entledigten sich ihrer Abstiegssorgen.

Weiter geht es für das Team von Karsten Baumann bereits am Samstag (Anstoß 14 Uhr). Der Tabellenletzte, der 1.FC Saarbrücken, wartet dann auf die Zebras. Der FCS hat sich mittlerweile von Ex-MSV-Coach Milan Sasic getrennt, und wird von Fuat Kilic betreut. Mit sechs Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist ein Heimsieg Pflicht.

Der MSV kann dagegen befreit aufspielen, und sich mit einem weiteren Erfolgserlebnis näher an den anvisierten vierten Tabellenplatz schieben. Branimir Bajic wird dabei wieder in die Mannschaft rücken. Nach vielen Wochen können die Zebras also annähernd mit ihrer besten Aufstellung auflaufen.

MSV Duisburg : SV Elversberg 3:0 (1:0)
MSV Duisburg:
Ratajczak, Ofosu-Ayeh, Kühne, Bollmann, Eichner, Ledgerwood, Öztürk, Gardawski (72. Aycicek), De Wit (87. Yesilyurt), Onugebu, Wegkamp (58. Zoundi)
SV Elversberg: Kronholm, Gross, Billick, Wolf, Wolfert, Gyasi ? Göcer (86. Kyereh), Bastürk (86. Cissé), Pinheiro, Salem, Vaccaro
Tore: 1:0 Öztürk (2.), 2:0 Zoundi (68.), 3:0 Zoundi (78.).
Schiedsrichter: Steffen Mix (Abtswind)
Gelbe Karten:  Vaccaro
Zuschauer: 9.106

Foto: Volker Nagraszus

Tolles Finale der hungrigen Zebras

Duisburg, 20. Mai 2013

Duisburg, 20. Mai 2013

Klasse! Der MSV Duisburg hat im letzten Saisonspiel trotz aller finanziellen Schwierigkeiten das Heimspiel gegen den SC Paderborn in einer turbulenten Partie mit 3:2 (1:1) für sich entschieden.

Vor 13.427 Zuschauern wurde es dabei schon vor dem Spiel beim Abschied zahlreicher Spieler emotional. Und auch die Partie sollte keinen Besucher enttäuscht nach Hause gehen lassen. Mit 28 Zählern in der Rückrunde stellen die Zebras zudem die viertbeste Rückrundenmannschaft.

Sommerfussball in Duisburg. Die Partie begann furios, und mit anfänglich extrem offensivfreudigen Ostwestfalen. Immer wieder agierten die Paderborner über die rechte Seite, und kamen zu frühen Torchancen. Brückner (4.), Saglik (6.) und Yilmaz (7.) gingen jedoch verschwenderisch mit den Gelegenheiten um. Erst nach knapp zehn Minuten erwachte das Runjaic-Team, und der ansonsten schwache Sascha Dum verfehlte den Kasten knapp (11.). Nur wenige Sekunden später schepperte es richtig im Gebälk. Timo Perthel nahm sich ein Herz, und nagelte das Leder aus 25 Metern Entfernung in den Giebel. Ein Traumtor in der 12. Spielminute.

Der SCP brauchte ein paar Minuten um den Rückstand zu verdauen, kam dann aber zügig zum Ausgleich. Über Brückner, Yilmaz und Saglik gelang der Ball an den langen Pfosten, wo Kachunga nur noch eindrücken musste (20.). Ein kollektiver Tiefschlaf der Meidericher. Nun ging es weiter munter, und ohne Defensivabsicherung, in beide Richtungen. Sören Brandy scheiterte mit einem feinen Heber an Kruse (33.), auf der Gegenseite rettete Felix Wiedwald gleich zweimal in letzter Not gegen Kachunga (36./45.).

Die zweite Halbzeit begannen die Meideicher mit Julian Koch anstelle des indisponierten Ibertsberger. Und es ging zunächst nur in eine Richtung. Koch (48.) und Jurgen Gjasula (50.) scheiterten jedoch an SCP-Keeper Kruse. Doch der MSV legte nach. Ein unglücklich aussehnder Pass landete doch noch bei Daniel Brosinski, und dessen zunächst unglücklich aussehender Schuss mündete in einen berechtigten Strafstoß. Kapitän Branimir Bajic übernahm die Verantwortung, und brachte die Zebras erneut in Führung (60.). Acht Minuten später verfehlte Gjasula nur knapp die Entscheidung.

Und dann lief auf einmal alles gegen den MSV. Zunächst verwandelte Mario Vrancic (70.) einen direkten Freistoß in die Duisburger Maschen, wobei die aufgestellte Mauer doch sehr optimistisch aus Duisburger Sicht aufgestellt wurde. Nur wenige Momente später ging der Kapitän als Erster über Bord. Nach einem Laufduell mit Mahir Saglik entschied Schiedsrichter Florian Meyer auf Notbremse, und schickte Bajic unter die hoffentlich warme Dusche.

MSV-Erfolgstrainer Kosta Runjaic reagierte, und brachte mit Bollmann einen zusätzlichen Verteidiger. Pustekuchen. Der MSV spielte trotz Unterzahl weiter nach vorne, und belohnte sich schließlich selbst. Ausgerechnet der Ex-Paderborner Sören Brandy erzielte den Siegtreffer. Nachdem er zuerst gegen Kruse scheiterte, traf das Duisburger „Kampfschwein“ aus spitzem Winkel spektakulär in die Kiste (77.).

Die letzten zehn Minuten waren dann eine einzige Feier. Die MSV-Fans huldigten ihr Team, und Daniel Brosinski verpasste in seinem letzten Einsatz die entgültige Entscheidung (90.). Schließlich blieb es beim nicht unverdienten Heimsieg für den MSV Duisburg, der damit mit 43 Punkten den elften Tabellenplatz belegt. Eine turbulente Saison geht zu Ende, doch das zittern geht zunächst weiter. Ein großes Lob geht zumindest an die Fans vom MSV Duisburg, die ihrem Team zu jeder Zeit die nötige Unterstützung entgegen brachten.

MSV Duisburg: Wiedwald, Bajic, Brosinski, Gjasula, Brandy, Sukalo, Wolze (73. Bollmann), Ibertsberger (46. Koch), Dum (66. Baljak), Bomheuer, Perthel.

SC Paderborn 07: Kruse, Wemmer, Ziegler, Strohdiek, Bertels, Demme (88. Palionis), Vrancic (80. Zeitz), Kachunga, Brückner, Yilmaz (66. Hofmann), Saglik.

Tore:
1:0 (12.) Perthel
1:1 (21.) Kachunga
2:1 (60.) Bajic (FE)
2:2 (70.) Vrancic
3:2 (77.) Brandy 

Gelbe Karten: Ibertsberger, Sukalo, Brandy, Perthel, Strohdiek, Vrancic

Schiedsrichter:
Florian Meyer

Zuschauer:
13.427.

Zebras nach Sieg über Sandhausen vor der Rettung

Duisburg, 07. April 2013

Duisburg, 07.April 2013

Der MSV Duisburg hat mit einem 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen den SV Sandhausen den vielleicht entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft. Der dritte Sieg in Serie katapultiert die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic auf den elften Tabellenplatz. Timo Perthel (31.) und Kapitän Branimir Bajic (65. Foulelfmeter) erzielten die Treffer für die Meidericher, die trotz einer durchwachsenen Leistung hochverdient den Platz als Sieger verlassen konnten.

Die ersten 30 Minuten war es eine Partie auf Augenhöhe. Allerdings auf ganz schmalem Niveau. Beide Teams tasteten sich ab, und entwickelten eine wahre Strafraumallergie. Und wenn einfach nicht funktionieren mag, dann sind oftmals Standardsituationen die Lösung. Und so war es auch an diesem Sonntag. Daniel Brosinski spielte einen Eckstoss flach in den Rückraum, und Timo Perthel konnte den Ball ungedeckt und unbeachtet aus wenigen Metern SVS-Keeper Ischdonat durch die Beine jagen (31.). Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Auch Sandhausen konnte nach einem Freistoß direkt zurückschlagen. Jan Fießer traf per Kopf unhaltbar zum Ausgleich (34.). So ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Auch der zweite Durchgang gestaltete sich zäh. Beide Teams beackerten sich im Mittelfeld, spielerische Glanzlichter suchte man vergeblich. Erst nach einer Stunde kam wieder kurzzeitig Stimmung auf. Zunächst traf SVS-Stürmer Wooten mit einem strammen Rechtsschuss nur den Aussenpfosten (61.). Im Gegenzug passte der eingewechselte Gjasula punktgenau auf Ranislav Jovanovic, der nur durch ein Foul von Ischdonat am Führungstreffer gehindert wurde. Branimir Bajic verwandelte den fälligen Strafstoss souverän zum 2:1 (65.).

Sandhausen musste nun etwas tun, und versuchte sich krampfhaft in der Offensive. Doch statt erhoffter Chancen, ergaben sich reichlich Kontergelegenheiten für die Zebras. Zunächst scheiterte der ansonsten durchwachsen spielende Julian Koch (75.), spätestens vier Minuten später hätte es aber endgültig rappeln müssen. Jovanovic und Sören Brandy spielten Jojo im Sanhausener Strafraum, und schafften es tatsächlich die endgültige Entscheidung zu verdaddeln. Egal. Es reichte trotzdem zum dritten Sieg in Serie. Mit nunmehr 36 Punkten dürfte das Thema Abstiegskampf für den MSV erledigt sein.

MSV Duisburg : SV Sandhausen 2:1 (1:1)
MSV Duisburg: Wiedwald, Brosinski, Bomheuer, Bajic, Perthel, Koch, Sukalo, Brandy, Exslager (54. Gjasula), Wolze (88. Öztürk), Jovanovic (83. Dum)
SV Sandhausen: Ischdonat, Schauerte, Pischorn, Olajengbesi, Kandziora, Fießer, Danneberg (80. Yun), Wooten, Ulm (71. Riemann), Löning, Adler (65. Mäkelä)
Tore: 1:0 Perthel (31.), 1:1 Fießer(34.), 2:1 Bajic (64.)
Zuschauer: 11 354
Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)
 

Zebras wollen auch den Schanzern trotzen

Duisburg, 29. März 2013

Duisburg, 29.März 2013

Die Länderspielpause ist beendet, und die Zebras gehen voller Selbstvertrauen in den Schlussspurt der Saison. Am Samstag (Anstoß 13 Uhr) gastieren die Meidericher dabei beim FC Ingolstadt. Im Hinspiel unterlagen die Duisburger nach der wohl schlechtesten Saisonleistung mit 0:2. Dies soll sich nun grundlegend ändern. Der MSV brennt auf Wiedergutmachung bei den zuletzt wackeligen Schanzern.

Und das Vorhaben bei den Bayern Zählbares zu entführen scheint auch keineswegs unrealistisch zu sein. Während die Zebras von den letzten zehn Partien nur zweimal als Verlierer vom Platz schlichen, gingen die Gastgeber aus den letzten 13 Partien nur ganze zweimal als Sieger vom grünen Geläuf. Mit Ex-Zebra Caiuby und Abwehrrecke Mijatovic müssen zudem zwei wichtige Eckfeiler gelbgesperrt passen. Die anfänglichen Aufstiegsträumen des Audi-Clubs sind derweil zerplatzt wie eine Seifenblase. Das Team von Thomas Oral wird in der kommenden Saison einen weiteren Anlauf in Richtung Bundesliga starten.

Unsere Zebras kämpfen dagegen immer noch ums nackte Überleben. Es sieht gerade nach der Dresdener Niederlage in Braunschweig hervorragend aus für die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic. Der Abstand der Dynamos wird auch nach diesem Spieltag mindestens sechs Punkte betragen. Aber warum sollen es nicht auch mehr werden? Der MSV weist auswärts eine ähnliche Bilanz auf, wie die Ingolstädter zu Hause. Zudem ging der MSV beim FCI auch noch nie als Verlierer vom Platz. Als Sieger zwar auch nicht, aber zumindest gelang immer ein Unentschieden.

Trainer Kosta Runjaic muss allerdings auch in diesem Spiel wieder improvisieren. Spielmacher Goran Sukalo muss definitiv passen. Auch Andreas Ibertsberger blieb im verschneiten Duisburg. Zumindest geringe Hoffnung besteht noch auf den Einsatz von Julian Koch, der leider angeschlagen vom Länderspiel der U21 zurückkehrte. Aber auch dies sollte Runjaic keine unruhigen ächte bereiten. Auch ohne diese Leistungsträger gelang zuletzt der überzeugende Heimsieg gegen Energie Cottbus. Und mit dieser Leistung dürfte auch in Ingolstadt mindestens ein Punktgewinn drin sein. Also heißt es wieder die Daumen zu drücken für den MSV.

Hochmotivierte Zebras brennen auf Revanche

Duisburg, 06. Dezember 2012

Duisburg, 06.Dezember 2012

Der MSV Duisburg wäre wohl am Saisonende nicht unglücklich über einen ähnlichen Tabellenplatz wie nach der Hinrunde. Platz 15 heißt Klassenerhalt, und um nichts anderes geht es auch in der Rückrunde für die Zebras. Bereits am Freitag (Anstoß 18 Uhr) geht es beim VFR Aalen um eminent wichtige Punkte für die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic.

Zusätzlich haben die Meidericher noch eine offene Rechnung zu begleichen. Am ersten Spieltag dieser Saison starteten die Zebras gegen den unbekümmerten Aufsteiger aus Aalen, gingen 1:0 in Führung, und mussten sich am Ende nach einer peinlichen 1:4-Schlappe auf einen schweren Saisonstart einstellen. Und genauso kam es auch. Während der Zweitliganewcomer auf Platz Fünf die Vorrunde beendete, kleben die Duisburger bis jetzt im Tabellenkeller fest. Keine schöne Sache, aber es gibt Hoffnung. Der Sieg in Paderborn spülte den MSV erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Doch dabei soll es nicht bleiben. 15 Punkte werden in der Rückrunde wohl kaum für den erhofften Klassenerhalt reichen. Also heißt es punkten, punkten, punkten.

Und dies am besten schon am Freitag beim VFR. Gerade auswärts läuft es momentan positiv für die Zebras. Das Runjaic-Team kann meist aus der Defensive agieren, und dann Nadelstiche nach vorne setzen. Diesmal könnte es anders werden, denn genau mit dieser Igeltaktik hat das Team von Ralph Hasenhüttl in der Vorrunde sensationelle 25 Punkte gesammelt. Es gilt als ziemlich unwahrscheinlich, dass der starke Aufsteiger seine Taktik in der Rückrunde verändern wird. Trotzdem scheint es nicht unmöglich zu sein, auch beim Aufsteiger das Punktekonto aufzustocken. Zumindest die letzten Auswärtsspiele sollten Mut machen. Zehn Punkte aus fünf Spielen sind stark, ob dies gegen die drittbeste Defensive der Liga reichen wird, müssen wir abwarten.

Personell muss Trainer Kosta Runjaic zumindest einen Nackenschlag einstecken. Maurice Exslager verletzte sich beim Training an den Adduktoren, und muss leider passen. Wer den wuseligen Wirbelwind ersetzen wird, steht noch nicht fest. Aber es gibt auch positive Nachrichten. Timo Perthel ist nach seinem Jokertor bei seinem Saisondebüt ein ernsthafter Kandidat für die Startelf. Und auch ein fast vergessener Stammspieler erhielt gute Nachrichten. Mittelfeldregisseur Jürgen Gjasula darf nach seiner schwerwiegenden Herzmuskelentzündung endlich wieder voll einsteigen, und macht damit weitere Hoffnung auf das kommende Jahr. Bis dahin gilt es zu positive Schlagzeilen zu schreiben. In Aalen und gegen Regensburg sind Punkte drin für unseren MSV Duisburg! Also heißt es weiter die Daumen zu drücken für unsere Zebras.