Höchststand bei MINT-Fachkräftelücke

Duisburg, 16. Juni 2012

Duisburg, 16. Juli 2012

Die MINT-Fachkräftelücke ist so breit, wie noch nie zuvor. Der aktuelle
MINT-Frühjahresreport bilanziert Ende April aktuell 209.700 fehlende
Fachkräfte für die deutsche Wirtschaft und damit einen neuen
Höchststand.

Der MINT-Report wird jedes halbe Jahr vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt, und zwar im Auftrag von BDA, BDI, Gesamtmetall sowie der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. In den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gehen den deutschen Unternehmen enorm wichtige Fachleute verloren und langsam aber sicher auch aus. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird und muss die entstandene Lücke in den kommenden Jahren weiter steigen.

Ein weiteres alarmierendes Signal für die Zukunft ist die Tatsache, dass gerade die Abbrecherquote in den MINT-Fächern an den deutschen Universitäten weiter zunimmt. Positiv dagegen zu bewerten ist eben aber auch, dass es momentan noch nie so viele Studienanfänger in den MINT-Fächern an den deutschen Hochschulen gegeben hat, wie zur Zeit.

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative ?MINT Zukunft schaffen?, erläutert die Situation: ?Endlich studieren wieder mehr junge Erwachsene ein MINT-Fach. Die Hochschulen müssen jetzt die inakzeptabel hohen Abbrecherquoten durch bessere Betreuung und mehr Praxisorientierung erfolgreich senken. MINT- Berufe sind sehr attraktiv. Die Karriere- und Einkommensperspektiven sind deutlich besser als in anderen Bereichen. Auch mehr junge Frauen für eine Karriere im MINT-Bereich zu gewinnen, ist ein wichtiges Ziel,? stellte er stellvertretend fest.

An die Universitäten richten sich daraus resultierend Forderungen aus den Wirtschaftsverbänden für eine deutlich verbesserte Betreuung der Studierenden, damit diese zum erfolgreichen Studienabschluss kommen und auch eine verbesserte Qualität der Lehre.