Zebras mit viel Mut zum Millerntor

Duisburg, 09. Dezember 2017

Duisburg, 09.Dezember 2017 

Der MSV Duisburg will am Sonntag (Anstoß 13:30 Uhr) im Gastspiel beim FC St.Pauli den Abstand auf die Abstiegsplätze möglichst vergrößern. Die angeschlagenen Kiezkicker stehen nach der Trainerentlassung von Olaf Janßen unter großem Druck. Neu-Trainer Markus Kauczinski will natürlich gleich mit einem Erfolgserlebnis starten. 

 

Und die Voraussetzungen könnten schlechter sein für das Team vom Millerntor. Aus den letzten elf Zweitligaspielen gegen die Zebras gab es acht Erfolge und drei Unentschieden. Diese Serie will das Team von Trainer Ilia Gruev natürlich sehr gerne beenden. Dabei fehlen wird allerdings der verletzte Toptorjäger Moritz Stoppelkamp. 

Der FC St. Pauli ist eigentlich als Aufstiegskandidat in die Saison gestartet. Nach einem durchaus gelungenen Saisonstart ging zuletzt aber überhaupt nichts mehr. Pauli ist seit sieben Spielen sieglos, zuletzt hagelte es derbe Klatschen gegen Fürth (0:4) und Bielefeld (0:5). Aktuell stehen die Hamburger nur knapp über dem Relegationsplatz, mit einem Heimsieg gegen den MSV könnte Pauli aber an den Zebras vorbeiziehen. Allerdings konnte in dieser Saison erst ein einziges Heimspiel gewonnen werden. 

Der MSV fährt nach dem 2:0-Erfolg über Greuther Fürth mit viel Selbstvertrauen nach Hamburg. In den letzten beiden Partien des Jahres gilt es sich noch ein bisschen Punktespeck anzufressen. Für den verletzten Stoppelkamp könnte Ahmet Engin auf der linken Außenbahn starten. 

Es gilt also wie immer die Daumen zu drücken für unsere Zebras. Ein Erfolgserlebnis auf dem Kiez würde den Zebras sehr gut zu Gesicht stehen.    

 

Zebras taumeln Richtung Abstieg

Duisburg, 28. Februar 2016

Duisburg, 28.Februar 2016

 

Der MSV Duisburg steht nach einer weiteren Heimniederlage gegen den FC St.Pauli dicht vor dem Abstieg. Am Ende unterlagen die Zebras trotz einer zumindest engagierten Leistung unglücklich mit 0:2 (0:0). Den tief stehenden Gästen reichten drei gefährliche Szenen um weiter von der Bundesliga zu träumen. Das Team von Ilia Gruev zeigte sich zwar leicht verbessert, war im Abschluss aber einfach zu schlecht um den Gästekasten zu gefährden.

Trainer Ilia Gruev krempelte sein Team gegen den FC St.Pauli gleich auf mehreren Positionen um. Für den verletzten Kapitän Branimir Bajic rückte Thomas Meißner in die Innenverteidigung. Neuzugang Baris Özbek ersetzte den gesperrten James Holland, auf der Außenbahn begann Giorgi Chanturia für den zuletzt schwachen Thomas Bröker. Zudem nahm Victor Obinna erstmals wieder auf der Bank Platz. Die Gäste vom Millerntor standen tief in der Defensive, und überließen den Meiderichern die Spielkontrolle.

 

Der MSV war auch bemüht, aber leider wie so häufig zuvor einfach ideenlos. So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine zwar kampfbetonte, aber spielerisch extrem limitierte Partie. Torchancen verweigerten beide Teams im Gleichklang.

 

Die änderte sich im zweiten Durchgang. Nach nur zwei Zeigerumdrehungen zog Alushi einfach mal aus der Distanz ab, Michael Ratajczak war aber erfolgreich zur Stelle. Auch die Zebras spielten nun besser nach vorne, und kamen durch einen Kopfball von Tomané nach Flanke vom engagierten Özbek zur ersten Torchance (59.). Mit der Einwechslung von Kingsley Onuegbu für den schwachen Janjic setzte Gruev zudem ein Zeichen auf gesteigerte Offensivlust.

 

Diese ging jedoch nach hinten los. Über Buchtmann und Dudziak kommt der Ball zu Rzatkowski, dessen Kullerschuss landet unerreichbar für Ratajczak im MSV-Kasten. Die Zebras schüttelten sich kurz, und suchten weiter ihr Heil in der Offensive. So wirklich gefährlich sollte es aber nur noch in der Nachspielzeit werden. Den Schuss vom eingewechselten Obinna konnte Himmelmann aber entschärfen. In der letzten Aktion vertändelt Wolze den Ball gegen Verhoek, der eiskalt zum Endstand einschieben konnte.

 

Am Ende reichten den Kiezkickern zwei halbwegs gelungene Aktionen um die Punkte mit von der Wedau zu nehmen. Beim MSV stand zumindest die Defensive ordentlich. Baris Özbek zeigte ein gutes Debüt, Giorgi Chanturia brachte frischen Wind in die Offensive. Am Ende reichte es aber einfach nicht gegen clever agierende Gäste. Die Luft wird leider immer dünner für den MSV Duisburg.

 

MSV Duisburg : FC St. Pauli 0:2 (0:0)
MSV Duisburg:
Ratajczak, Feltscher, Bohl, Meißner, Poggenberg, Özbek, Albutat (79. Obinna),  Chanturia, Janjic (61. Onuegbu), Wolze, Tomané
FC St. Pauli: Himmelmann, Hornschuh, Choi (71. Sobota), Keller, Buballa, Rzatkowski, Alushi, Dudziak, Buchtmann, Thy, Verhoek
Tor: 0:1 Rzatkowski (63.), 0:2 Verhoek (90.+3.)
Gelbe Karten: Albutat, Özbek, Poggenberg, Rzatkowski, Dudziak, Verhoek, Buchtmann
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)
Zuschauer: 20.790

Zebras unterliegen mit viel Pech am Millerntor

Duisburg, 13. September 2015

Duisburg, 15. September 2015

Keiner siegt am Millerntor, auch nicht der MSV Duisburg. Der Schlachtgesang der St. Pauli Fans wurde jedenfalls mal wieder erhört. In einer abwechslungsreichen Begegnung besiegten die Gastgeber am Millerntor die Zebras mit sehr viel Glück und unter Mithilfe des Schiedsrichters am Ende mit 2:0 (0:0). Mehr Pech als es der MSV derzeit hat und der Tabellenschlusslicht bleibt, ist momentan kaum möglich.

Munter ging es im ersten Durchgang los. Zunächst hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. Vor allem der von Borussia Dortmund ans Hamburger Millerntor gewechselte Jeremy Dudziak war von den Zebras zunächst nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Trotz einiger Versuche blieben Großchancen für die Gastgeber in den ersten 45. Minuten allerdings Mangelware.

Eine Aufregung gab es dann doch, als Thy von Bajic am Einschuss in der 29. Minute gestoppt wurde, und zu Fall kam. Schiedsrichter Rene Rohde entschied allerdings zu Recht nicht auf den von den Hausherren geforderten Elfmeter. Noch nicht.

Ganz im Gegensatz zu den Meiderichern, die zwar weniger vom Spiel hatten, dafür aber gefährlicher waren. So vergab Martin Dausch nach einer präzisen Flanke von Rolf Feltscher eine Kopfballchance aus gut sechs Metern. Nur zwei Minuten später knallte Andreas Wiegel einen Hammer von der Strafraumgrenze an den linken Pfosten, da lag die Führung für die Zebras in der Luft.

Nach der Pause mussten die Zebras ohne ihren Kapitän Branimir Bajic auskommen, der aufgrund von Schwindelgefühlen durch Dustin Bomheuer ersetzt wurde. Zunächst ging es im zweiten Durchgang so weiter. St. Pauli bemühte sich das Spiel zu machen ohne zwingend zu sein. Auf der anderen Seite hatten die Zebras durch Wiegel und Scheidhauer selbst gute Gelegenheiten das Führungstor zu machen. Beide Chancen wurden leichtfertig oder hektisch vergeben.

Dann die Szene des Spiels. Nach einem harmlosen Kopfballduell am Rande des Strafraums zwischen Bomheuer und Thy entschied der Unparteiische auf Strafstoß für die Gastgeber, eine völlig unverständliche Entscheidung. Sobiech ließ sich das nicht nehmen und knallte den Ball zur Führung ins Netz.

Entsetzen bei den rund 1.500 mitgereisten MSV-Fans, verständlicher Wutausbruch bei Zebracoach Gino Lettieri, der anschließend auf die Tribüne verwiesen wurde.

Mit den eingewechselten Iljutcenko und „King“ Onuegbu schmissen die Zebras anschließend alles nach vorne ohne das allerdings irgendetwas raus kam. Dafür blieb ihnen aber das Pech an den Stollen kleben, als sich der gute Andreas Wiegel verletzte und der MSV das Spiel mit neun Feldspielern beenden musste.

Den krönenden Schlusspunkt eines aus Duisburger Sicht gebrauchten Herbstabends am Millerntor gab es dann noch drei Minuten vor Spielende, als Torwart Michael Ratajczak einen haltbaren Schuss vom eingewechselten Maier genau auf die Mitte seines Tores passieren lassen musste.

So verließen die Zebras wieder einmal nach Schlusspfiff ohne Punkt den Platz, mit Sicherheit wäre heute mehr drin gewesen.

Dafür muss man aber auch das nötige Glück haben und das ist derzeit rund um die Meidericher Westenderstraße leider überhaupt nicht in Sicht. 

 

FC St. Pauli : MSV Duisburg: 2:0 (0:0)
FC St. Pauli: Himmelmann
, Hornschuh, Sobiech, Ziereis, Buballa, Rzatkowski, Alushi, Sobota (83. Verhoek), Buchtmann (66. Maier), Dudziak (66. Picault), Thy
MSV Duisburg: Ratajczak, Wolze,Meißner, Bajic (46. Bomheuer), Feltscher, Holland, Albutat (72. Iljutcenko),Wiegel, Dausch,Bohl, Scheidhauer (78. Onuegbu)
Tore: 1:0 Sobiech (70./Elfmeter), 2:0 Maier (87.)
Gelbe Karten: Ziereis, Rzatkowski  MSV: Holland, Wolze,Meißner
Schiedsrichter: Rene Rohde (Rostock)
Zuschauer: 29.000

Zebras wollen auswärts punkten

Duisburg, 13.September 2015

Der MSV Duisburg steht Montagabend (Anstoß 20:15 Uhr) beim Gastspiel in St.Pauli unter Zugzwang. Die Zebras haben in der Länderspielpause gut gearbeitet, und gehen optimistisch in die Partie bei den Hamburgern. Verzichten muss Trainer Gino Lettieri aber auf eine ganze Reihe von Spielern.

Zwei neue Akteure könnten dafür aber ihr Debüt feiern. Ob Victor Obinna und Lasha Dvali auflaufen, steht aber noch in den Sternen.

Definitiv fehlen werden neben den langzeitverletzten Dan Patrick Poggenberg (Schienbeinbruch, Simon Brandstetter (Sprunggelenksbruch) und Enis Hajri (Bänderiss) auch Thomas Bröker (Adduktoren), Pierre de Wit (Muskuläre Probleme), Zlatko Janjic (Wadenprellung) und Nico Klotz (Einblutung im Oberschenkel). Hinter dem Einsatz von Mittelfeldstratege Martin Dausch (Rücken) steht noch ein dickes Fragezeichen.

Also nicht unbedingt perfekte Aussichten für die Meidericher am Millerntor den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Gastgeber vom Kiez haben mit Trainer Ewald Lienen einen fast perfekten Saisonstart hingelegt. Nach zehn Zählern aus den ersten vier Spielen verloren die Hamburger zwar die letzte Partie in Frankfurt, könnten mit einem Heimsieg aber auf den dritten Tabellenplatz klettern.

Nach der schwierigen Vorsaison geht es aufwärts für die Lienen-Truppe. Bei den Zebras gilt es die positiven Aspekte aus dem Heimspiel gegen Greuther Fürth mitzunehmen, und mit viel Mut beim FC St.Pauli anzutreten. Gegen die Franken zeigte der MSV seine beste Saisonleistung, und musste erst in der Nachspielzeit den unglücklichen Ausgleichstreffer hinnehmen.

In den letzten vierzehn Tagen konnte sich die Mannschaft einspielen, und nun soll sich auch auf dem Platz zeigen, dass die Meidericher in der Liga angekommen sind. Es gilt also wie immer die Daumen zu drücken für unsere Zebras. Ein Erfolgserlebnis würde den weiteren Saisonverlauf sehr viel einfacher gestalten.

Auf geht?s Zebras!