Bildungsausgaben in Deutschland deutlich angewachsen

Duisburg, 11. September 2013

Duisburg, 13. September 2013

Die Bildungsausgaben sind in Deutschland deutlich angewachsen. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlichte stiegen die Ausgaben pro Kopf zwischen 2009 und 2010 von 7.900 Euro auf 8.300 Euro.

Das ist damit gleichzeitig ein Zuwachs von 5,1 Prozent und im internationalen Vergleich nach den OECD-Indikatoren ein deutliches Plus. Denn im Durchschnitt der OECD-Länder wurde im Bereich Bildungsausgaben gerade einmal eine Steigerung von nur einem Prozent erreicht.

Zwischen 2005 und 2010 stieg deutschlandweit der Anteil der Bildungsausgaben der öffentlichen Ausgaben von den Grundschulen bis zu den Hochschulen von 10,1 auf 10,6 Prozent an. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden in Deutschland rund sieben Prozent 2010 in Bildung investiert. Das Ziel ist jedoch noch lange nicht erreicht, denn zehn Prozent Ausgaben für Bildung und Forschung ist das erklärte Ziel.

Jedenfalls ist Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mit dem aktuellen Ergebnis zufrieden: „Jeder Euro ist gut angelegt, denn er stärkt die Zukunftschancen der jungen Generation. Deshalb haben Investitionen in Bildung und Forschung für die Bundesregierung klare Priorität“ erklärte die Ministerin.

In den kommenden Jahren sollen alleine 19 Milliarden Euro in die drei Wissenschaftspakte Hochschulpakt 2020, Exzellenzinitiative sowie Pakt für Forschung und Innovation investiert werden.  

Schülerzahlen deutschlandweit rückläufig

Duisburg, 22. März 2012

Duisburg, 22. März 2012

In Deutschland hat die Anzahl an Schülerinnen und Schüler 2011/12 an den
landesweiten Schulen deutlich abgenommen, das ist die schlechte
Nachricht. Die gute Nachricht: In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die
Anzahl an Schülern, die ohne Schulabschluss ihre Schullaufbahn beenden
auf dem Rückzug.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden feststellte werden an den landesweiten Schulen zwischen Flensburg und dem Berchtesgadener Land 11,4 Millionen Schülerinnen und Schüler derzeit unterrichtet. Das sind 1,7 Prozent weniger im Vergleich zum vorherigen Schuljahr 2010/11.

Davon entfallen 8,7 Millionen Unterrichtete auf allgemeinbildende Schulen und 2,6 Millionen auf berufliche Schulen. Die Berufsschulen verzeichneten einen Rückgang ihrer Schülerzahlen von 2,8 Prozent und die allgemeinbildenden Schulen von 1,3 Prozent im Vergleichjahreszeitraum des Vorjahres.

Große regionale Unterschiede wurden dabei erkennbar. So stieg die Anzahl der Schüler in den neuen Bundesländern um 1,8 Prozent, in den alten Bundesländern ging sie um 1,9 Prozent zurück. Den größten Rückgang der Schülerzahlen entfiel auf die Bundesländer Bayern mit 3,8 Prozent und Niedersachsen mit 3,1 Prozent. In beiden genannten Bundesländern gibt es nur noch eine achtjährige Gymnasialzeit und somit entfiel eine Klassenstufe. Das wird die restlichen alten Bundesländer wie NRW in den nächsten Jahren ebenfalls treffen.

Aufgrund des Geburtenrückgangs in den Neunziger Jahren fielen die Schülerzahlen bei den Berufsschulen in den neuen Bundesländern um 8,3 Prozent, in den alten Bundesländern um 1,8 Prozent.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in NRW fiel die Anzahl an Schülern, die ihre Schullaufbahn ganz ohne Schulabschluss beendeten um 0,1 Prozent. Immerhin bleiben dann noch 5,4 Prozent aller Jugendlicher übrig, die gar keinen Schulabschluss vorzuweisen haben. 11.202 junge Menschen ohne Schulabschluss und damit auch oftmals ohne berufliche Aussichten sind aber immer noch eine allzu bedenklich hohe Zahl.