Unglückliche Zebras scheiden aus

Duisburg, 21. August 2016

Duisburg, 21.August 2016

Der MSV Duisburg ist trotz einer ordentlichen Leistung in der ersten Pokalrunde gegen Union Berlin ausgeschieden. Letztlich unterlagen die Zebras unglücklich mit 1:2 (0:0,1:1) nach Verlängerung gegen die Eisernen. Ein Eigentor von Fabian Schnellhardt besiegelte das Ausscheiden. Über weite Strecken war der MSV die überlegene Mannschaft, schaffte es aber nicht die vielen Chancen zu nutzen.

Das Team von Trainer Ilia Gruev zeigte eine starke Leistung gegen den Zweitligisten. Bereits nach zwei Minuten hatte Kingsley Onuegbu die Führung auf dem Kopf, scheiterte aber an Busk. Auch in der Folge war der MSV spielbestimmend. Eine scharfe Hereingabe von Klotz verpassten Iljutcenko und Onuegbu nur um Zentimeter (11.). Nur eine Minute später kann Busk einen starken Freistoß von Fabian Schnellhardt gerade noch über die Latte lenken.

 

Erst nach 25 Minuten kam Berlin erstmals gefährlich vor das Tor der Meidericher. Den Distanzschuss von Leistner konnte Bomheuer zur Ecke klären. Union kam besser ins Spiel, der MSV hatte weiter die Chancen. Wolze zielte knapp daneben, nach einem dynamischen Antritt scheiterte Bröker an Busk (40.). Drei Minuten vor dem Pausenpfiff wären die Gäste dann fast unverdient in Führung gegangen. Trimmels Flanke segelte in Richtung Winkel, der aufmerksame Flekken konnte das Leder im letzten Moment an die Latte lenken.

 

Auch im zweiten Durchgang hatte der MSV den besseren Start. Andreas Wiegel verfehlte das Gästetor nach einer Flanke von Klotz um wenige Zentimeter (55.). Und sieben Minuten später durfte Union plötzlich jubeln. Bomheuer verliert das Kopfballduell gegen Kreilach, und Quaner kann dessen Ablage völlig alleingelassen von Enis Hajri einnetzen (62.). Der MSV schüttelte sich, und schlug prompt zurück. Der starke Wiegel bedient Iljutcenko, der sehenswert zum 1:1 einschießt (67.).

 

Danach verflachte die Partie zusehends. Die Zebras wirkten platt, Union weiter konzeptlos. Erst eine Minute vor Schluß wurde es noch einmal heikel. Mark Flekken konnte den starken Kopfball von Ex-Zebra Sören Brandy aber sehenswert um den Pfosten lenken. Somit ging es in die Verlängerung.

 

Und in dieser machte der MSV den alles entscheidenden Fehler. Nachdem der Ball mehrmals im Strafraum der Zebras abgeblockt wurde, traf Schnellhardt beim Versuch den Ball zu klären in die eigenen Maschen, sah doof aus, und war es auch (95.). der MSV wirkte geschockt, und kam bis auf einen Distanzschuss von Wiegel (100.) kaum noch zu nennenswerten Chancen. In der 119.Minute hätte der MSV dann zwingend ausgleichen müssen. Simon Brandstetter kommt drei Meter vor dem Tor mit dem Kopf an den Ball, und schafft es tatsächlich vorbei zu köpfen. Unglaublich.

 

Letztlich verliert der MSV unverdient gegen schwache Berliner. Schwächen vor dem gegnerischem Tor und zwei eklatante Abwehrfehler besiegeln das Ausscheiden für das Team von Ilia Gruev. Es gilt nun die volle Konzentration auf den Wiederaufstieg zu legen. Die gezeigte Leistung macht auf jeden Fall Mut, auch wenn am Ende die Kräfte immer mehr nachließen.

 

MSV Duisburg : Union Berlin 1:2 n.V. (0:0)
MSV Duisburg: Flekken, Klotz, Bomheuer, Hajri, Wolze, Wiegel, Özbek (54. Albutat), Schnellhardt (102. Dausch), Bröker, Iljutcenko, Onuegbu (82. Brandstetter)
Union Berlin: Busk, Trimmel, Leistner, Puncec, Pedersen, Kroos (90. Zejnullahu), Fürstner, Kreilach, Skrzybski, Quaner (72. Brandy), Redondo (90. Quiring)
Tore: 0:1 Quaner (62.), 1:1 Iljutcenko (67.), 1:2 Schnellhardt ET (95.)
Gelbe Karten: Wiegel, Albutat, Pedersen
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 14.209