Zebras im Krisenduell bei den Geißböcken

Duisburg, 08. November 2012

Duisburg, 08.11.2012


Der MSV Duisburg steht bereits am Freitag vor der nächsten hohen Hürde im Kampf um einen Nichtabstiegsplatz. Nach dem Nackenschlag gegen den FSV Frankfurt gab es diese Woche viele positive Nachrichten.

Mit Kapitän Branimir Bajic (nach Trauerfall), Benjamin Kern (angebrochene Rippe) und Ranislav Jovanovic stehen Trainer Kosta Runjaic gleich drei neue Alternativen für den Abstiegskampf bei den bis jetzt enttäuschenden Geißböcken zur Verfügung. Zudem durfte ja bereits in der Vorwoche Julian Koch erstmals nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Zweitligaluft schnuppern. Mit Linksverteidiger Timo Perthel (nach Mittelfussbruch) und besonders Jürgen Gjasula (Herzmuskelentzündung) durften zudem zwei Langzeitausfälle endlich wieder auf den Trainingsplatz. Beide Spieler werden allerdings noch eine Weile auf einen Kaderplatz verzichten müssen.


Nach der enttäuschenden, wenn auch nicht herzlosen Leistung gegen den FSV geht es nun zum ehemaligen Aufstiegsfavoriten in die Domstadt. Der FC steht nach einer Runderneuerung vor einer schwierigen Saison. Ohne Lukas Podolski und überbezahlte Mitläufer wagte Köln einen Neuanfang mit Pauli-Ikone Holger Stanislawski und vielen jungen Talenten. Der Saisonstart gestaltete sich schwierig. Die Geißböcke spielten zwar häufig dominant, holten aber zu wenig Zähler. nach sechs ungeschlagenen Spielen schien der Weg Richtung oberes Tabellendrittel vorgezeichnet, doch die blamable Niederlage beim VFR Aalen war ein riesiger Rückschritt. Es kriselt also in der Domstadt.


Bei den Zebras kriselt es schon länger. Ungefähr seit dem ersten Spieltag. Unter der Woche wurde zumindest ein potenter neuer Sponsor ins zu sinken  Boot geholt. Ob dies reicht ist fraglich. Neue Sponsoren erreicht man im Normalfall mit guten Leistungen, und diese sind die Zebras in den meisten Spielen nicht gelungen. Doch es gibt Hoffnung. Trotz der unglaublich schlechten Heimbilanz könnten sich die Meidericher mit einem Erfolgserlebnis bis auf Platz 14 spülen. Aufgrund der beiden Auswärtssiege in Cottbus und Sandhausen sind die Duisburger zumindest immer noch in Schlagweite. Und warum nicht in Köln gewinnen? Im Pokalspiel vor knapp zwei Jahren zeigten die Zebras wohl eines der besten Spiele der vergangenen jahren. Und einer der Torschützen war Julian Koch. Am Freitag (Anstoß 18 Uhr) heißt es die Daumen zu drücken für unseren MSV. Ein dritter Auswärtssieg in Serie, und der MSV kann wieder positiver in die momentan dunkle Zukunft schauen!